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Die AfD - Ein Drittel Deutschland

Autorenbild: Moritz Jacoby
Moritz Jacoby
3. Juni
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Juli

Das bisher alles beherrschende links-grüne Milieu, aber längst auch große Teile der sogenannten demokratischen Mitte, zeigen immer offener, wie verhasst ihnen nicht nur die AfD als Partei, sondern auch deren Wähler und Unterstützer sind. Sie wollen sie nicht mehr nur politisch bekämpfen – sie wollen sie aus dem öffentlichen Leben drängen, mundtot machen, unsichtbar machen.

Unternehmer nutzen öffentlich ihre wirtschaftliche Macht, um gegen AfD-Wähler Stellung zu beziehen. Journalisten beschreiben sie nicht mehr als normale Bürger, sondern als „gesellschaftliches Problem" und „größte Gefahr für die Demokratie". Wer diese Partei wählt, gilt als moralisch fragwürdig, demokratisch verdächtig, latent gefährlich. Aber dabei wird übersehen, wer die AfD eigentlich ist.

Die AfD ist kein abstraktes Gebilde. Die AfD besteht nicht aus dunklen Schattenfiguren in Hinterzimmern. Die Seele der AfD sind ihre Wähler. Millionen normale Bürger dieses Landes – und genau deshalb sollte man sich einmal bewusst machen, wen man sich hier eigentlich wegwünscht.


Wir reden nicht über eine kleine radikale Splittergruppe. Wir reden, gemessen an der Wahlbeteiligung der letzten Bundestagswahl, über rund vierzehn Millionen Menschen. Vierzehn Millionen Steuerzahler, Arbeitnehmer, Unternehmer, Rentner, Eltern und Ehrenamtliche. Je nach Institut liegt die AfD bundesweit derzeit zwischen 26 und 29 Prozent – und ist damit in sämtlichen aktuellen Umfragen die stärkste Partei dieses Landes.

Stell dir vor, fast jeder dritte Wähler dieses Landes würde morgen einfach verschwinden. Unter ihnen Ärzte und Krankenschwestern, Polizisten und Feuerwehrleute, Handwerker und Pflegekräfte. Ehrenamtliche, die Vereine tragen, Nachbarn helfen, Blut spenden, Essen auf Rädern fahren, beim THW ausrücken.

Genau diese Menschen meinen sie, wenn sie sagen, sie wollen die AfD und ihre Wähler aus der Gesellschaft drängen:

  • Der Arzt, der dich behandelt.

  • Die Krankenschwester, die nachts an deinem Bett steht.

  • Der Rettungssanitäter, der kommt, wenn jede Minute zählt.

  • Die Altenpflegerin, die sich um deine Mutter kümmert.

  • Der Polizist, der seinen Kopf hinhält, wenn andere wegsehen.

  • Der Feuerwehrmann – beruflich oder freiwillig –, der ausrückt, wenn es brennt.

  • Der Soldat, der bereit ist, für dieses Land einzustehen.

  • Der Handwerker, der kommt, wenn Heizung, Dach oder Leitung versagen.

  • Der Landwirt, der erzeugt, was auf deinem Teller liegt.

  • Der Bäcker, der um drei Uhr morgens in der Backstube steht.

  • Der Lkw-Fahrer, ohne den die Regale morgen leer wären.

  • Die Busfahrerin und der Lokführer, die dich jeden Tag ans Ziel bringen.

  • Die Erzieherin, die dein Kind betreut, und der Lehrer, der es unterrichtet.

  • Der Unternehmer, der Löhne zahlt, Steuern abführt und Ausbildungsplätze schafft.

  • Die Reinigungskraft, die längst gearbeitet hat, bevor dein Tag beginnt.

  • Der Ehrenamtliche – im Sportverein, beim THW, im Chor, an der Blutspende –, der trägt, was der Staat allein nicht leisten kann.

Aber es ist nicht nur der Fremde, es ist dein Nachbar, dein Kollege, dein Kumpel, dein Bruder, dein Freund, dein Sportskamerad. Es ist der Mann, mit dem du seit zwanzig Jahren im selben Verein bist. Es ist die Frau, mit der du jede Woche Pilates machst. Das alles sind AfD-Wähler. Nicht alle. Aber eben auch.

Sie sind kein fremder Block außerhalb der Gesellschaft. Sie sind die Gesellschaft.

Man kann die AfD kritisieren, man kann sie politisch ablehnen. Genau dafür ist Demokratie da. Aber wer AfD-Wähler gesellschaftlich isolieren, wirtschaftlich unter Druck setzen oder aus dem öffentlichen Leben drängen will, der greift nicht mehr nur eine Partei an. Der greift einen riesigen Teil der eigenen Bevölkerung an – und damit eine gewaltige Stütze der Gesellschaft und eine wirtschaftliche Macht, auf die ganz sicher niemand verzichten möchte.

 
 
 

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