Die AfD - Ein Drittel Deutschland
- Moritz Jacoby

- 3. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Das bisher alles beherrschende links-grüne Milieu, aber längst auch große Teile der sogenannten demokratischen Mitte, zeigen immer offener, wie verhasst ihnen nicht nur die AfD als Partei, sondern auch deren Wähler und Unterstützer sind. Sie wollen sie nicht mehr nur politisch bekämpfen – sie wollen sie aus dem öffentlichen Leben drängen, mundtot machen, unsichtbar machen.
Unternehmer nutzen öffentlich ihre wirtschaftliche Macht, um gegen AfD-Wähler Stellung zu beziehen. Journalisten beschreiben sie nicht mehr als normale Bürger, sondern als „gesellschaftliches Problem" und „größte Gefahr für die Demokratie". Wer diese Partei wählt, gilt als moralisch fragwürdig, demokratisch verdächtig, latent gefährlich. Aber dabei wird übersehen, wer die AfD eigentlich ist.

Die AfD ist kein abstraktes Gebilde. Die AfD besteht nicht aus dunklen Schattenfiguren in Hinterzimmern. Die Seele der AfD sind ihre Wähler. Millionen normale Bürger dieses Landes – und genau deshalb sollte man sich einmal bewusst machen, wen man sich hier eigentlich wegwünscht.
Wir reden nicht über eine kleine radikale Splittergruppe. Wir reden über ungefähr fünfzehn Millionen Menschen. Fünfzehn Millionen Steuerzahler, Arbeitnehmer, Unternehmer, Rentner, Eltern und Ehrenamtliche. Das sind aktuell etwa 30 Prozent der Wähler in diesem Land.
Stell dir vor, dreißig Prozent dieser Menschen würden morgen einfach verschwinden. Dreißig Prozent der Ärzte, der Krankenschwestern, der Polizisten, der Feuerwehrleute, der Handwerker, der Pflegekräfte. Dreißig Prozent der Ehrenamtlichen, die Vereine tragen, Nachbarn helfen, Blut spenden, Essen auf Rädern fahren, beim THW ausrücken.
Genau diese Menschen meinen sie, wenn sie sagen, sie wollen die AfD und ihre Wähler aus der Gesellschaft drängen:
Der Arzt, der dich behandelt.
Die Krankenschwester, die dich pflegt.
Der Rettungssanitäter, der nachts zu dir fährt.
Der Polizist, der dich schützt.
Der Feuerwehrmann, der kommt, wenn es brennt.
Der Kfz-Mechaniker, der dein Auto repariert.
Der Klempner, der kommt, wenn es läuft und tropft.
Der Dachdecker, der dich nicht im Regen stehen läßt.
Der Maurer, der dein Haus baut.
Der Handwerker, der deine Heizung repariert.
Der Bäcker, der nachts arbeitet, damit du morgens Brötchen kaufen kannst.
Der Metzger, der morgens um vier in der Wurstküche steht.
Der Busfahrer, der dich ans Ziel bringt.
Der Lokführer, der täglich Verantwortung für hunderte Menschen trägt.
Der Lkw-Fahrer, der dafür sorgt, dass die Regale voll sind.
Der Taxifahrer, der dich nachts nach Hause bringt.
Der Paketbote, der liefert, was du bestellt hast.
Die Altenpflegerin, die Menschen pflegt, die es selbst nicht mehr können.
Die Pflegekraft, die sich um deine Mutter kümmert.
Die Erzieherin, die dein Kind betreut.
Der Lehrer, der deine Kinder unterrichtet.
Der Apotheker, von dem du dein wichtiges Medikament bekommst.
Die Reinigungskraft, die putzt, bevor du kommst.
Der Hausmeister, der die Schäden beseitigt, die andere hinterlassen.
Der Soldat, der bereit ist, sein Leben für dieses Land zu geben.
Der Unternehmer, dder Rechnungen, Steuern und Löhne bezahlt.
Der freiwillige Feuerwehrmann, der ausrückt, wenn andere schlafen.
Der ehrenamtliche Fußballtrainer, der nach Feierabend noch auf dem Platz steht.
Der Vereinsvorsitzende, der organisiert, was andere nur genießen.
Der Chorleiter, der ein Dorf zusammenhält.
Der Platzwart, der dafür sorgt, dass Kinder spielen können.
Der Ehrenamtliche beim THW, der bei Katastrophen weiß was zu tun ist..
Der Blutspender, der regelmäßig zur Ader lässt, damit andere überleben.
Der Nachbarschaftshelfer, der einkauft, wenn jemand nicht mehr kann.
Aber es ist nicht nur der Fremde, es ist dein Nachbar, dein Kollege, dein Kumpel, dein Bruder, dein Freund, dein Sportskamerad. Es ist der Mann, mit dem du seit zwanzig Jahren im selben Verein bist. Es sit die Frau, mit der du jede Woche Pilates machst. Das alles sind AfD-Wähler. Nicht alle. Aber eben auch.
Sie sind kein fremder Block außerhalb der Gesellschaft. Sie sind die Gesellschaft.
Man kann die AfD kritisieren, man kann sie politisch ablehnen. Genau dafür ist Demokratie da. Aber wer AfD-Wähler gesellschaftlich isolieren, wirtschaftlich unter Druck setzen oder aus dem öffentlichen Leben drängen will, der greift nicht mehr nur eine Partei an. Der greift einen riesigen Teil der eigenen Bevölkerung an – und damit eine gewaltige Stütze der Gesellschaft und eine wirtschaftliche Macht, auf die ganz sicher niemand verzichten möchte.



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